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Abschlussbericht David

Übersicht:

2016: Förderflugzeug IYB und ein straffer Jahresplan:

Was/Wo/Flugzeug

Wann

Grundausbildung/ Hannover/ zu Fuß mit Kampfstiefel

04.01.-12.02.

1. Trainingslager/ Puimoisson/ mit Arcus und D2cT

15.03.-15.04.

D-Kader Trainingslager/ Burg Feuerstein/ mit D2cT

18.04.-24.04.

Internationaler Bayreuth-Wettbewerb/ mit D2cT

18.05.-27.05.

Traininsglager/ Stillberghof Donauwörth/ mit D2cT

11.06.-27.06.

Traininsglager/ Marpingen/ mit LS1-f

28.06.-08.07.

OLC Gliderrace/ Wasserkuppe/ mit D2T

09.07.-16.07.

DoSi-Qualifikationswettbewerb/Lüsse/ mit Duo XLT

18.07.-27.07.

Deutsche Junioren Meisterschaft/ Marpingen/ LS1-f

30.07.-11.08.

2. Trainingslager/ Puimoisson/ mit Arcus und D2cT

15.08.-30.09.

 

Ergebnis: Sprung in den C-Kader und 400h mehr im Flugbuch :-)

 

Berichte:

Die Grundausbildung:

Anfang Januar 2016 begann die sechswöchige Grundausbildung für die neuen SpoSos (Philipp Illerhaus, Kilian 

Biechele, Stefan Frank, David Barth). Neben der militärischen Erziehung in Form von Unterricht, stand eine einwöchige Sanitätsausbildung und eine Schießwoche auf dem Plan. Zusammen meisterten wir unsere erste gemeinsame Herausforderung und lernten uns zugleich auch noch richtig gut kennen.                           

Jetzt kann es losgehen!

 

Saisonopening in Puimoisson (Trainingslager 1)

In der Zeit nach der Grundausbildung bereiteten wir uns auf das vierwöchige Trainingslager in Puimoisson vor. Benjamin Bachmaier besuchte uns zwei Tage in der Kaserne in Lebach und erklärte uns Flachlandfliegern das Fliegen in den Alpen und hatte ein paar sehr hilfreiche Tipps für uns. Des Weiteren folgte ein Höhentraining bei der Luftwaffe in Königsbrück, wo unter anderem Sauerstoffmangel und seine Anzeichen simuliert wurden. Mitte März machten wir uns zusammen in der Kolonne auf in Richtung Südfrankreich, diese musste jedoch schon nach 400km aufgelöst werden, da mein Auto die restlichen 600km im „Notmodus“ fahren wollte, um sich nicht vollständig zu zerstören… Dank meinem Copiloten und Trainer Markus Barrois erreichten wir trotz „engine failure“ Pui noch am selben Abend.

Anfangs wurde in den beiden Arcen der Achumer Störche (V8 und V9) das theoretische Wissen verfestigt, jeweils im Teamflug und mit einem unserer Trainer (Markus Barrois oder Uli Gmelin). Nach und nach flog jeder seinen eigenen Einsitzer, ich hatte das Glück das Förderflugzeug IYB, einen Discus 2cT, welcher sich als perfektes Flugzeug in den Alpen herausstellte, zu fliegen. Das Wetter war in den ersten Wochen eher mäßig, dennoch waren in den letzten beiden Wochen Flüge (500-600km) bis zum Col d´Etache möglich. Die riesigen Berge im weißen Mantel, unbeschreiblich!

 

D-Kader Trainingslager Burg Feuerstein:

Eine Woche fliegen auf dem Feuerstein, zu Gast beim bayerischen D-Kader. Für mich war das eine optimale Vorbereitung auf den Bayreuth Wettbewerb, zum einen nochmal die Gegend erkunden, zum anderen mit Wasser fliegen, was ich zuvor noch nicht gemacht habe.

                                                                      

 

Internationaler Bayreuth-Wettbewerb:

Die Entscheidung zwischen Standard-Klasse oder 18m-Klasse fiel mir nicht leicht. Ich wollte so viele unterschiedliche Klassen mitfliegen wie möglich und da das Gliderrace auf der Wasserkuppe in der Standard-Klasse stattfinden würde, habe ich mich in Bayreuth für die 18m entschieden!

Mit dem Discus 2cT in einer Klasse mit ASG29, Ventus 2cx, ASH31,… Ich muss sagen, es ging erstaunlich gut. Am dritten Wertungstag konnte ich meinen ersten Tagessieg erfliegen.

Bei einem schwierigen Blauthermiktag bin ich leider etwas hinten rausgefallen, konnte dann aber bei Auerbach völlig unerwartete 4m kurbeln, der Pulk war damit eingeholt und jetzt musste ich nur noch dranbleiben.  Am letzten Tag stand ich auf Gesamtplatz 4 mit 37 Punkten Abstand zum Führenden. Leider ging ich zu viel Risiko ein und verlor zehn Gesamtplätze, doch letztendlich waren es nur 200 Punkte die mir auf den Gewinner fehlten. Ich war trotzdem sehr überrascht und glücklich über mein Ergebnis.

                                  

 

Trainingslager Stillberghof:

Mitte Juni wurde vom Stillberghof geflogen, ein kleiner Flugplatz in der Nähe von Donauwörth. Ziel waren große Dreiecksflüge, jedoch ließ es das Wetter nur an 2-3 Tagen zu, störungsfrei zu fliegen. Das Trainingslager diente zur Vorbereitung für das OLC Gliderrace.

           

 

Trainingslager Marpingen:

Um vom Heimvorteil für die Deutsche Juniorenmeisterschaft, welche am SpoSo-Stützpunkt stattgefunden hat profitieren zu können, musste dort natürlich auch geflogen werden. Vor Allem der Pfälzer-Wald und seine Außenlandefelder wurden ausgiebig studiert. Für mich waren das die ersten unmotorisierten Flüge in diesem Jahr, ein echt komisches Gefühl… Man muss sich einfach nur vorstellen, dass man einen Motor hätte, dann geht das schon…

 

OLC Gliderrace:

Durch die auf 45kg/qm² begrenzte Flächenbelastung hatte ich gute Chancen mit dem IYB. Die Unterschiede      zu den Discen 2a waren sehr gering. Viele können es sich nicht vorstellen, aber auch der Discus 2c/15m kann richtig Spaß machen. Viele schwierige Tage, teils mit Hangflug an der Rhön, am Ende war es der 6. Platz.

 

 

Doppelsitzer Qualifikationsmeisterschaft in Lüsse:

Nach dem OLC Gliderrace folgte direkt die DoSi-Qualifikationsmeisterschaft in Lüsse. Zusammen mit meinem Bruder durfte ich den vereinseigenen Duo XLT fliegen.                                        

Sieben schnelle Wertungstage, teilweise zu schnell für den XLT (Schnitte über 120km/h). à 4m Kurbeln, 180 km/h vorfliegen, kurbeln, usw… Am zweiten Wertungstag konnte ich meinen zweiten Tagessieg fliegen, wieder etwas ganz Besonderes. Am Ende reichte es für den 4.Platz (100 Punkte hinter den Gewinnern) in der Gesamtwertung und für einen Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2017. 

 

Deutsche Junioren Meisterschaft in Marpingen:

Das Highlight in meinem SpoSo-Jahr! Das Wetter war „saarländisch“, so wie wir es kannten und schon hatten wir einen Vorteil. Meistens ging es nämlich darum, einfach nicht außenlanden zu müssen, das gelang mir immer sehr gut. Einen richtigen Patzer erlaubte ich mir jedoch am vorletzten Tag, als sich die vorletzte Wende plötzlich um drei Meter versetzte und ich somit dort eine virtuelle Außenlandung kassierte. Mein primäres Loggersystem hatte ich an diesem Tag nicht programmiert und orientierte mich lediglich an meinem Oudi, dieses bestätigte den Einflug, ist jedoch nicht als backuplogger zugelassen. (backuplogger nano hatte eine falsche micro-sd Karte enthalten, somit keine Aufzeichnung). Das war ein wirkliches Schlüsselerlebnis und wird mir hoffentlich so nie wieder passieren! Nach einigen wirklich sehr schwierigen Tagen belegte ich den neunten Platz in der Gesamtwertung und sicherte mir einen C-Kader Platz.

                                                                           

 

2. Trainingslager in Puimoisson:

Direkt nach der DMJ ging es direkt weiter nach Puimoisson. Geniales Wetter brachte uns in Regionen, von denen wir im Frühjahr nur träumten. Fliegen bis sunset ist jeden Tag möglich, ein Geschenk für jeden Segelflieger. Wenn das Modanetal erst einmal überquert ist, geht es auch ganz schnell und man kann den Mt.Blanc und das Matterhorn schon sehen. Ein Highlight war natürlich der Flug zum Matterhorn, ein unbeschreibliches Gefühl in Augenhöhe mit der riesigen „Toblerone“ zu sein. Neben Hang- und Thermikwetter setzte sich auch zwei Mal der Mistral durch, welcher uns Flüge bis 5900m beherrschte.

                         

 

Fazit:

Ein Jahr das Hobby zum Beruf machen, sich voll und ganz auf das Fliegen und die Wettbewerbe zu konzentrieren, dabei von sehr erfahrenen Trainern geführt zu werden, Erfahrungen und Wissen an zu sammeln, das alles verbunden mit sehr viel Spaß mit den Kameraden, eine bessere und effektivere Förderung gibt es nicht!

 

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