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Sposo-Jahrgang 2016

BGA Spitzensport

Während viele unserer Fliegerkameraden ihren Winter in den Werkstätten ihrer Vereine verbringen, sollte für uns das Jahr 2016 auf andere Art beginnen. Die Basisgrundausbildung ist für alle Spitzensportler verpflichtend und so reisten auch wir voller Neugier und Begeisterung in Hannover an, um in den sechs Wochen die militärischen Grundlagen zu erlernen. In der ersten Woche lernten wir neben solchen Sachen wie Marschieren oder Grüßen vor allem die Befehle richtig auszuführen. Ansonsten gab es noch viel Organisatorisches zu erledigen, sowie Arztbesuche und dann natürlich die Einkleidung. Der Tag begann dabei stets um 5 Uhr morgens; danach folgte das Aufräumen und Putzen der Stuben. Wir sind dann meistens mit unserem Gruppenführer zum Frühstück marschiert. Anschließend folgten meist Trockenübungen mit den Waffen oder Unterrichte der Vorgesetzten. Nach Dienstschluß um 16:30 gingen wir dann meistens zum Abendessen und verbrachten den Rest des Tages auf der Stube oder außerhalb der Kaserne.

Einen Höhepunkt während der Grundausbildung stellte der einwöchige Aufenthalt auf der Schießbahn dar. Dort mussten wir an fünf Tagen insgesamt zehn Schießübungen mit P8 bzw. G36 bestehen. Auch wenn das Wetter uns mit starkem Wind und gelegentlichen Schauern einiges abverlangte, gelang es dennoch allen, die Übungen zu bestehen. Zum Abschluß der Schießwoche veranstalteten die Ausbilder noch einen kleinen Biathlon Wer beim Zielschießen die Scheibe nicht getroffen hat, musste für jeden Fehlschuss eine Runde um das Trainingsgelände laufen.

Eine Woche später standen wir am letzten Tag der Grundausbildung zum Gelöbnis angetreten, die Sonne schien, es war schön warm und alle waren gut gelaunt. Passend als das Heeresmusikkorps anfing zu spielen fing es dann auch an zu schneien. Das waren wir aber aus den letzen Wochen gewöhnt und so durften wir nach bestandener Grundausbildung wieder nach Hause fahren.

Nun freuen wir uns auf das Trainingslager in Puimoisson, das am 12. März beginnt und auf ein weiteres erfolgreiches und unfallfreies Jahr 2016. 

  • Autor: Stefan Frank
  • Datum: Januar/Februar 2016

 

Saisonstart 2016

Morgens ging es mit den Segelflugzeugen im Anhänger von Lebach zum Flugplatz nach Hoppstädten, ca. 20km nordöstlich von Marpingen. Die Verlegung nach Hoppstädten war notwendig, da in Marpingen widrige Pistenverhältnisse herrschten und in Hoppstädten eine Asphaltbahn zur Verfügung stand. Am Flugplatz angekommen wurden die Flieger aufgerüstet und Markus schleppte die Jungs mit der DR400 in die Luft. Bei mäßiger Thermik wurden die ersten drei Trainigsstunden im Sposojahr 2016 absolviert.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Fliegerkameraden in Hoppstädten-Weisersbach für die tolle Unterstützung!

 

Höhentraining bei der Luftwaffe in Königsbrück

Datum: 09.03.-10.03.2016        Autor: K. Biechele

Im Rahmen unseres Alpenflugtrainingslagers in Puimoisson, wurden wir vier Sposos am Mittwoch, den 09.03.2016, zu einem Höhentraining bei der Luftwaffe in Königsbruck kommandiert.  Bereits bei der Anreise waren die Unterschiede zwischen Luftwaffe und Heer unübersehbar. Wir haben hotelähnliche Bedingungen in unserer Unterkunft vorgefunden. Der Kühlschrank, eine Couch sowie der große Flachbildschirm gehörten zur Grundausstattung unserer Einzelstuben.

Zu Beginn fand eine Einweisung in die Funktionen des menschlichen Körpers bei Extrembedingungen statt, wobei das Verhalten des Körpers bei Sauerstoffmangel im Vordergrund stand. Danach ging es in den Desorientierungstrainer. Hier wurde nochmals verdeutlicht, dass der menschliche Körper durch falsche Sinneseindrücke getäuscht werden kann. Das Missverhältnis zwischen Wahrnehmung und Realität sind erschreckend.
Im professionellen F-16 Simulator hatten wir die Möglichkeit zu erfahren wie es ist einen Kampfjet zu fliegen.

Am nächsten Tag fand das Highlight unseres Trainings statt, nämlich das praktische Erleben des Sauerstoffmangels in der Unterdruckkammer. Dabei wurden wir mit 20m/s auf eine simulierte Höhe von 7500 Meter gebracht. Nach dem Abstellen des Sauerstoffs stellten sich schnell erste Symptome, wie Schwindelgefühl und erhöhte Atem- und Pulsfrequenzen ein. Weitere Erscheinungen wie Seheinschränkungen, Schweißausbrüche und Ansätze von Handlungsunfähigkeit haben sich schnell bemerkbar gemacht. Bei 70% Sauerstoffsättigung  wurde wieder reiner Sauerstoff hinzugeschaltet und nach nur wenigen Atemzügen ging es uns erstaunlich besser.

Insgesamt war es eine sehr interessante Erfahrung und für uns hat sich nochmals bestätigt, dass man die Problematik des Sauerstoffmangels nicht unterschätzen darf.

                                                                                        

 

Hahnweide-Wettbewerb 2016

Autor: Kilian Biechele

Nachdem wir Sportsoldaten die Grundausbildung und unser Trainingslager in Südfrankreich erfolgreich absolviert hatten, stand nun der erste Wettbewerb meiner Saison als Sportsoldat vor der Tür. Mit über 100 Teilnehmern, davon allein 30 Piloten in der Standardklasse, bot der HWW wieder ein hochkarätiges Teilnehmerfeld. Genau der richtige Einstieg in die Wettbewerbssaison um weiter Erfahrung zu sammeln. Ich selber ging mit meinem Förderflugzeug, der LS 8 neo, vom Landesverband Bayern an den Start.

Schon der erste Wertungstag verlief leider so, wie man nicht in einen Wettbewerb starten möchte. Nach 35 km musste ich am Flugplatz Münsingen außenlanden. Der Tag war wirklich schwierig und durch meinen späten Abflug und die immer dicker werdende Abschirmung, gelang es mir nicht Anschluss an die Wolken zu bekommen.Naja so ein Tag kann nur unter Erfahrungen abgestempelt werden und so ging ich wieder voll motiviert in den 2. Wertungstag.Umso schöner, dass dieser gleich deutlich besser lief. Nur mit 1km/h am Tagessieg vorbei und mit Tagesplatzierung 2 hab ich wieder deutlich meinen Rückstand verringert. Die darauffolgenden Wertungstage waren sehr spannend und lehrreich und somit konnte ich wieder viele neue Erkenntnisse sammeln. 

 

Bayreuth - 18m-Quali

Autor: David Barth

Die Entscheidung zwischen 18m-Klasse oder Standardklasse mit dem Discus 2ct fiel mir sehr schwer, lange überlegte ich hin und her. Da ich bis dahin den Discus ausschließlich mit 18m geflogen bin, kam ich letztendlich zu dem Entschluss, dass die 18m-Klasse wohl das Beste für mich zu diesem Zeitpunkt sei. Eigentlich wollte ich ganz gerne noch ein paar Flüge von Bayreuth aus vor Wettbewerbsbeginn machen, jedoch reiste ich aufgrund des schlechten Wetters erst am Dienstag 17.05. an. Außer Anmeldung, Flugzeug- und Camp-Aufbau ging am Dienstag nicht mehr viel.

Trainingstag:

Ein wenig chaotisch, am Ende hat es aber noch für einen coolen Flug gereicht. Morgens erstmal auf die Waage, dann schnell an den Start, denn das Wetter war gut. Die AAT mit Mindeststrecke 215km und max. Strecke 426km ging von Bayreuth aus nach Arnbruck im bayrischen Wald, über Schwandorf, an die Tschechische Grenze nach Arzberg und zurück nach Bayreuth. Leider waren nur zwei Schleppflugzeuge im Betrieb, das hat viel Zeit gekostet. Trotzdem war es ein genialer Flug mit einem 120er Schnitt.

1.Wertungstag:

370km racing task- Die Aufgabe führte von Bayreuth in den Thüringer Wald nach Wernshausen, ins Erzgebirge nach Eibenstock (Talsperre) und zurück nach Bayreuth. Ein ganz entspannter Tag, an dem ich lange Zeit alleine war und mein eigenes Ding machte. Kurz nach der ersten Wende traf ich Reinhard Schramme und Carsten Kopsieker, welche im Team unterwegs waren, das funktionierte ganz gut mit dem Mitfliegen. Vor der letzten Wende war ich wieder auf mich alleine gestellt. Ich musste die Gegenwindwende tief nehmen und fand unter einem schwarzen Wolkenflatschen kein vernünftiges Steigen mehr. Nach dem Wasserabwerfen und als die Sonne wieder schien, fand ich glücklicherweise steigen. Trotzdem musste ich mich aus 200 AGL ausgraben, das hat den Schnitt zerstört. Mit einem 86er Schnitt (Verglich 1. Platz mit 91km/h) kam ich in Bayreuth an, der erste erfolgreiche Tag mit Platzierung 10/28 überstanden und zufrieden. Und vor Allem machte mir der Unterscheid zwischen Discus 2cT und ASG29, ASH31 und Ventus 2cxm keine Bedenken mehr, die IYB rennt!

2.Wertungstag:

312 racing task- von Bayreuth nach Oberviechtach, über Walhalla, Furth im Wald, Arzberg und zurück nach Bayreuth. Ich entschied mich zusammen mit Reinhard und Carsten abzufliegen, das Zusammenfliegen hatte am Vortag nämlich gut funktioniert, an diesem Tag aber nicht. Schon nach dem ersten Bart fehlten mir 150m und so gings weiter, bis ich mal wieder alleine war. Nach der dritten Wende (Furth im Wald) traf ich wieder auf einen kleinen Pulk, das war ganz gut und machte mich wieder schneller. Zusammen mit dem Pulk kam ich in Bayreuth gerade so an, in Senderhöhe über das Fichtelgebirge, das war spannend. Am Ende war ich mit 106km/h ganze 9km/h langsamer als der erste mit Tagesplatzierung 16/28.

3.Wertungstag:

261km racing task von Bayreuth nach Sonneberg über Eibenstock (Erzgebirge), Kulmbach und zurück nach Bayreuth. Ein völlig unerwartet geiler Tag!!!

Das Wetter war anfangs echt bescheiden, schwaches steigen, schwierige Bärte (genau das richtige für Discus, nicht), aber dafür eine gute Basis. Zusammen mit Markus Barrois und Joshua Arntz bin ich abgeflogen und hatte eigentlich gar nicht auf dem Schirm, dass schon einige vor uns abgeflogen waren. Bei den schwierigen Bärten und langen Gleitstrecken bin ich schon vor der ersten Wende unten rausgefallen, musste zusehen, wie Markus und Joshua wegstiegen und irgendwann nur noch auf dem Butterfly zu sehen waren. Irgendwas musste ich besser machen, um die beiden wieder einzuholen und auf dem zweiten Schenkel ergab sich dann die Möglichkeit. Im blauen und ganz alleine, bin ich etwas rechts der Kurslinie geflogen, Markus und Joshua weiter links, dem Pulk hinterher. Kurz vor dem Erzgebirge traf ich völlig unerwartet, über dem Flugplatz Auerbach, einen 4m Bart, schön von unten raus, bis auf 2300m. Und während dem Kurbeln, sah ich auch schon den Pulk weiter nördlich, welcher ebenfalls am Kurbeln war, das Butterfly zeigte den Pulk mit 2-2,5m im Durchschnitt an. Das war der entscheidende Bart! Bei der Wende im Erzgebirge konnte ich mich dann ganz entspannt oben auf den Pulk setzen und mitfliegen. Der Endanflug war dann eigentlich nichts Besonderes mehr. Nachdem ich nach der Landung einige gefragt hatte, wie es denn bei ihnen so lief, wurde mir schnell klar, dass ich heute irgendwo vorne mitspielen werde. Nur, dass ich erster werden würde, hatte ich nie gedacht. Es stand viel auf dem Spiel, denn ich hätte genauso gut den starken Bart verfehlen und schlimmstenfalls in Auerbach das Moped anwerfen können.

4. und letzter Wertungstag: 

400km racing task von Bayreuth nach Susice in Tschechien, Roding, Arzberg, wieder über Kulmbach und zurück nach Bayreuth. Mit nur 37Punkten auf den ersten in der Gesamtwertung (4. Gesamt), hatte ich an diesem Tag die Möglichkeit entweder dem Pulk hinterher und ja nichts riskieren, oder mein eigenes Ding zu machen und womöglich wieder vorne dabei zu sein. Ich war mir im Klaren, dass die letztere Möglichkeit, für die ich mich schlussendlich auch entschieden habe, nur ganz selten von Erfolg gekrönt ist… Aber das wollte ich unbedingt ausprobieren. Naja und so kam es dann auch. Niedrig im Bayrischen Wald unterwegs und viele Umwege machten mich nicht gerade schnell und die Wende bei Susice wollte ich doch ganz gerne höher anfliegen, als das manch einer gemacht hatte… Letztendlich war ich über dem gesamten Flug 3 mal sehr kurz davor, den Turbo auszufahren, dieses niedrige „rumeiern“ war überhaupt nicht gut, jedenfalls war es schon mal nicht schlecht, überhaupt rumgekommen zu sein, wenn auch langsam. Mit einem 86er Schnitt und Tagesplatzierung 19 (Vergleich 1. Platz 101km/h) verlor ich in der Gesamtwertung 10 Plätze. Schade.

Fazit:

Ein unglaublich lehrreicher Wettbewerb mit einem Highlight, das ich nicht vergessen werde. Mit knapp 200 Punkten Rückstand auf den ersten, belegte ich nach vier Wertungstagen den 14.Platz in der Gesamtwertung und somit genau im Mittelfeld. Eines möchte ich aber noch loswerden, der Discus 2c(T) ist immer noch eine super Flugzeug  in der 18m Klasse!!! J

 

Bayreuth - Quali-Standardklasse

Autor: Kilian Biechele

Anfang Juni stand dann die Quali in der Standardklasse vor der Tür. In der Standardklasse gingen sehr starke Piloten an den Start. Somit wurde dieser Wettbewerb extrem spannend und schwer. Schon der erste Wertungstag war schwierig mit viel Wind und unzuverlässigen Bärten am Thüringer Wald. Simon Schröder und ich entschieden sofort nach dem Öffnen der Startlinie abzufliegen und ein ganzes Pulk folgte uns, da im Westen schon eine Abschirmung zu sehen war. Am Ende des Tages landete ich im Mittelfeld mit nur 2 km/h Abstand zum Tagessieger. Also alles noch drin im Wettbewerb. Die weiteren Tage war ich mit meiner Leistung allerdings nicht sehr zufrieden und ich kam mit den Wetterbedingungen insgesamt nicht so gut zu recht. Dies spiegelte sich auch in der Wertung wieder und somit flog ich auf Platz 10 von 26. Allerdings muss man das ganze immer positiv sehen und aus seinen Fehlern lernen. Das habe ich auf jeden Fall gemacht und somit freue ich mich schon auf die nächsten spannenden Wettbewerbe.

 

Abschlussbericht David

Übersicht:

2016: Förderflugzeug IYB und ein straffer Jahresplan:

Was/Wo/Flugzeug

Wann

Grundausbildung/ Hannover/ zu Fuß mit Kampfstiefel

04.01.-12.02.

1. Trainingslager/ Puimoisson/ mit Arcus und D2cT

15.03.-15.04.

D-Kader Trainingslager/ Burg Feuerstein/ mit D2cT

18.04.-24.04.

Internationaler Bayreuth-Wettbewerb/ mit D2cT

18.05.-27.05.

Traininsglager/ Stillberghof Donauwörth/ mit D2cT

11.06.-27.06.

Traininsglager/ Marpingen/ mit LS1-f

28.06.-08.07.

OLC Gliderrace/ Wasserkuppe/ mit D2T

09.07.-16.07.

DoSi-Qualifikationswettbewerb/Lüsse/ mit Duo XLT

18.07.-27.07.

Deutsche Junioren Meisterschaft/ Marpingen/ LS1-f

30.07.-11.08.

2. Trainingslager/ Puimoisson/ mit Arcus und D2cT

15.08.-30.09.

 

Ergebnis: Sprung in den C-Kader und 400h mehr im Flugbuch :-)

 

Berichte:

Die Grundausbildung:

Anfang Januar 2016 begann die sechswöchige Grundausbildung für die neuen SpoSos (Philipp Illerhaus, Kilian 

Biechele, Stefan Frank, David Barth). Neben der militärischen Erziehung in Form von Unterricht, stand eine einwöchige Sanitätsausbildung und eine Schießwoche auf dem Plan. Zusammen meisterten wir unsere erste gemeinsame Herausforderung und lernten uns zugleich auch noch richtig gut kennen.                           

Jetzt kann es losgehen!

 

Saisonopening in Puimoisson (Trainingslager 1)

In der Zeit nach der Grundausbildung bereiteten wir uns auf das vierwöchige Trainingslager in Puimoisson vor. Benjamin Bachmaier besuchte uns zwei Tage in der Kaserne in Lebach und erklärte uns Flachlandfliegern das Fliegen in den Alpen und hatte ein paar sehr hilfreiche Tipps für uns. Des Weiteren folgte ein Höhentraining bei der Luftwaffe in Königsbrück, wo unter anderem Sauerstoffmangel und seine Anzeichen simuliert wurden. Mitte März machten wir uns zusammen in der Kolonne auf in Richtung Südfrankreich, diese musste jedoch schon nach 400km aufgelöst werden, da mein Auto die restlichen 600km im „Notmodus“ fahren wollte, um sich nicht vollständig zu zerstören… Dank meinem Copiloten und Trainer Markus Barrois erreichten wir trotz „engine failure“ Pui noch am selben Abend.

Anfangs wurde in den beiden Arcen der Achumer Störche (V8 und V9) das theoretische Wissen verfestigt, jeweils im Teamflug und mit einem unserer Trainer (Markus Barrois oder Uli Gmelin). Nach und nach flog jeder seinen eigenen Einsitzer, ich hatte das Glück das Förderflugzeug IYB, einen Discus 2cT, welcher sich als perfektes Flugzeug in den Alpen herausstellte, zu fliegen. Das Wetter war in den ersten Wochen eher mäßig, dennoch waren in den letzten beiden Wochen Flüge (500-600km) bis zum Col d´Etache möglich. Die riesigen Berge im weißen Mantel, unbeschreiblich!

 

D-Kader Trainingslager Burg Feuerstein:

Eine Woche fliegen auf dem Feuerstein, zu Gast beim bayerischen D-Kader. Für mich war das eine optimale Vorbereitung auf den Bayreuth Wettbewerb, zum einen nochmal die Gegend erkunden, zum anderen mit Wasser fliegen, was ich zuvor noch nicht gemacht habe.

                                                                      

 

Internationaler Bayreuth-Wettbewerb:

Die Entscheidung zwischen Standard-Klasse oder 18m-Klasse fiel mir nicht leicht. Ich wollte so viele unterschiedliche Klassen mitfliegen wie möglich und da das Gliderrace auf der Wasserkuppe in der Standard-Klasse stattfinden würde, habe ich mich in Bayreuth für die 18m entschieden!

Mit dem Discus 2cT in einer Klasse mit ASG29, Ventus 2cx, ASH31,… Ich muss sagen, es ging erstaunlich gut. Am dritten Wertungstag konnte ich meinen ersten Tagessieg erfliegen.

Bei einem schwierigen Blauthermiktag bin ich leider etwas hinten rausgefallen, konnte dann aber bei Auerbach völlig unerwartete 4m kurbeln, der Pulk war damit eingeholt und jetzt musste ich nur noch dranbleiben.  Am letzten Tag stand ich auf Gesamtplatz 4 mit 37 Punkten Abstand zum Führenden. Leider ging ich zu viel Risiko ein und verlor zehn Gesamtplätze, doch letztendlich waren es nur 200 Punkte die mir auf den Gewinner fehlten. Ich war trotzdem sehr überrascht und glücklich über mein Ergebnis.

                                  

 

Trainingslager Stillberghof:

Mitte Juni wurde vom Stillberghof geflogen, ein kleiner Flugplatz in der Nähe von Donauwörth. Ziel waren große Dreiecksflüge, jedoch ließ es das Wetter nur an 2-3 Tagen zu, störungsfrei zu fliegen. Das Trainingslager diente zur Vorbereitung für das OLC Gliderrace.

           

 

Trainingslager Marpingen:

Um vom Heimvorteil für die Deutsche Juniorenmeisterschaft, welche am SpoSo-Stützpunkt stattgefunden hat profitieren zu können, musste dort natürlich auch geflogen werden. Vor Allem der Pfälzer-Wald und seine Außenlandefelder wurden ausgiebig studiert. Für mich waren das die ersten unmotorisierten Flüge in diesem Jahr, ein echt komisches Gefühl… Man muss sich einfach nur vorstellen, dass man einen Motor hätte, dann geht das schon…

 

OLC Gliderrace:

Durch die auf 45kg/qm² begrenzte Flächenbelastung hatte ich gute Chancen mit dem IYB. Die Unterschiede      zu den Discen 2a waren sehr gering. Viele können es sich nicht vorstellen, aber auch der Discus 2c/15m kann richtig Spaß machen. Viele schwierige Tage, teils mit Hangflug an der Rhön, am Ende war es der 6. Platz.

 

 

Doppelsitzer Qualifikationsmeisterschaft in Lüsse:

Nach dem OLC Gliderrace folgte direkt die DoSi-Qualifikationsmeisterschaft in Lüsse. Zusammen mit meinem Bruder durfte ich den vereinseigenen Duo XLT fliegen.                                        

Sieben schnelle Wertungstage, teilweise zu schnell für den XLT (Schnitte über 120km/h). à 4m Kurbeln, 180 km/h vorfliegen, kurbeln, usw… Am zweiten Wertungstag konnte ich meinen zweiten Tagessieg fliegen, wieder etwas ganz Besonderes. Am Ende reichte es für den 4.Platz (100 Punkte hinter den Gewinnern) in der Gesamtwertung und für einen Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2017. 

 

Deutsche Junioren Meisterschaft in Marpingen:

Das Highlight in meinem SpoSo-Jahr! Das Wetter war „saarländisch“, so wie wir es kannten und schon hatten wir einen Vorteil. Meistens ging es nämlich darum, einfach nicht außenlanden zu müssen, das gelang mir immer sehr gut. Einen richtigen Patzer erlaubte ich mir jedoch am vorletzten Tag, als sich die vorletzte Wende plötzlich um drei Meter versetzte und ich somit dort eine virtuelle Außenlandung kassierte. Mein primäres Loggersystem hatte ich an diesem Tag nicht programmiert und orientierte mich lediglich an meinem Oudi, dieses bestätigte den Einflug, ist jedoch nicht als backuplogger zugelassen. (backuplogger nano hatte eine falsche micro-sd Karte enthalten, somit keine Aufzeichnung). Das war ein wirkliches Schlüsselerlebnis und wird mir hoffentlich so nie wieder passieren! Nach einigen wirklich sehr schwierigen Tagen belegte ich den neunten Platz in der Gesamtwertung und sicherte mir einen C-Kader Platz.

                                                                           

 

2. Trainingslager in Puimoisson: 

Direkt nach der DMJ ging es direkt weiter nach Puimoisson. Geniales Wetter brachte uns in Regionen, von denen wir im Frühjahr nur träumten. Fliegen bis sunset ist jeden Tag möglich, ein Geschenk für jeden Segelflieger. Wenn das Modanetal erst einmal überquert ist, geht es auch ganz schnell und man kann den Mt.Blanc und das Matterhorn schon sehen. Ein Highlight war natürlich der Flug zum Matterhorn, ein unbeschreibliches Gefühl in Augenhöhe mit der riesigen „Toblerone“ zu sein. Neben Hang- und Thermikwetter setzte sich auch zwei Mal der Mistral durch, welcher uns Flüge bis 5900m beherrschte.

                          

 

Fazit:

Ein Jahr das Hobby zum Beruf machen, sich voll und ganz auf das Fliegen und die Wettbewerbe zu konzentrieren, dabei von sehr erfahrenen Trainern geführt zu werden, Erfahrungen und Wissen an zu sammeln, das alles verbunden mit sehr viel Spaß mit den Kameraden, eine bessere und effektivere Förderung gibt es nicht!

 

 

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